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Stadt Emmelshausen

...in 75 Jahren zur Stadt

Besuch zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum.

Die Stadt Luzy hatte eingeladen: Mehr als 70 Bürger aus der Partnerstadt Emmelshausen, unter ihnen der Stadtbürgermeister Norbert Monnerjahn, die Beigeordneten Petra Busch, Günter Petry und Franz-Josef Möwis sowie Mitglieder aller Stadtratsfraktionen waren gekommen, um in Luzy die 25. Wiederkehr der Partnerschafts- Proklamation zu feiern.

Auf burgundische Art wurden die Ankömmlinge mit einem Glas Kir, benannt nach dem Erfinder, einem Domherrn Dijons und Abgeordneten des französischen Nationalparlamentes nach dem Krieg, begrüßt. Vorausgegangen war eine mehr als 10stündige Fahrt mit dem Bus, sodass die Gäste gerne auf weitere Programmpunkte verzichteten. Man verbrachte den Abend in den Familien der Gastgeber, lernte sich kennen oder vertiefte die Freundschaft.

Programm gab es dann am darauf folgenden Morgen: Eine große Abordnung besuchte den Friedhof, um der bereits dort liegenden Toten zu gedenken, die sich um die Partnerschaft verdient gemacht hatten. Unter Ihnen befinden sich die Bürgermeister, welche die Partnerschaft vorbereitet, begründet und bestärkt hatten: Fernand Baudin, Casimir Terzaghi und Marcel Joyeux.

Danach zeigten die Stadt und ihr Bürgermeister Jean-Louis Rollot erneut, dass man die Partnerschaft als auf Dauer angelegt sieht. An der Abzweigung, die in Richtung Emmelshausen führt, hatte man ein Schild aufgestellt, das den Weg und die Entfernung zur Partnerstadt aufzeigt. Stadtbürgermeister Norbert Monnerjahn hatte die Freude, dies zusammen mit seinem Kollegen enthüllen zu dürfen.

Dazu spielten die Musikanten der Harmonie aus Luzy sowie der Liesenfelder Dorfmusik. Mit den Klängen der Musik begab sich die Festgemeinde in den Festsaal der Stadt, wo die eigentlichen Feierlichkeiten stattfanden.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees Joelle Pierre und Winfried Gerharz erfolgte der Austausch der Gastgeschenke, unter ihnen eine Skulptur von Agnes Gorges, deren verstorbener Ehemann die Partnerschaft maßgeblich gefördert hatte und dem Komitee in Emmelshausen auch bis zu seinem Tod vorgestanden hatte. Langjährige Mitglieder erhielten Ehrendiplome der Union für die Zusammenarbeit von Burgund und Rheinland-Pfalz sowie die Ehrenmedaille der Stadt Luzy.

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde, die traditionell mit einem gemeinsamen Mittagstisch endete von den Liedos, die in Luzy immer wieder gerne gesehene Gäste sind. Gemeinsam mit den Musikern der Harmonie aus Luzy gestalteten die Liedos unter der Leitung von Clemens Reez am Abend in der katholischen Kirche von Luzy auch ein Konzert, das zahlreiche Besucher begeisterte. Auch die Messe am darauf folgenden Sonntag war gut besucht. Auch hier spielten Clemens Reez und seine Musiker. Eine solche musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatten die Franzosen lange nicht mehr erlebt. Sie nahmen sie dankbar an, ebenso die erfrischende Art, mit der Pastor Bruno Strickstrock die Messe zusammen mit dem Pfarrer von Luzy gestaltete.

Ein gemeinsames Mittagsmahl beschloss den Besuch der Partner aus Emmelshausen, die sich als Freunde aufgenommen fühlten und den Eindruck mit nach Haus nahmen, dass dieser Besuch die Partnerschaft zwischen den beiden Städten, die zwar unterschiedlich alt sind, aber vieles gemeinsam haben, weiter gefestigt wurde.









25 Jahre Städtepartnerschaft Emmelshausen - Luzy


Nach Jahrzenten des Hasses, der Gewalt und des Krieges wächst Europa mehr und mehr zusammen, wird eine Gemeinschaft, die kaum noch Grenzen kennt und einander als Nachbarn, als Freunde versteht.

Es geht nicht nur um den wirtschaftlichen oder kulturellen Austausch. Besonders seit dem Zweiten Weltkrieg wurden Beziehungen zwischen Gemeinden und Städten verschiedener Staaten verstärkt, um Völkerverständigung an der Basis zu praktizieren.

Und dies mit so vielen Erfolgsbeispielen, wie es Partnerschaften gibt. Denn jede Freundschaft, die aktiv praktiziert wird, die sich wiederspiegelt in regelmäßigen Treffen, gegenseitigen Besuchen und Begegnungen aller Altersklassen ist ein wichtiger Schritt in ein friedliches Europa und häufig bedeutungsvoller, weil realer, als Verträge und offizielle Treffen auf politischer Ebene.

Eine dieser vielen positiven Geschichten schreiben die Gemeinden Emmelshausen und Luzy in Frankreich, die seit 1985 offizielle Partnerstädte sind.

Dieses Jahr kann bereits „Silberne Hochzeit“ gefeiert werden. Und dass diese Partnerschaft über so viele Jahre derart gewachsen ist und sich stetig weiterentwickelt – inzwischen ist nicht mehr allein die Gemeinde Emmelshausen, sondern vielmehr die gesamte Verbandsgemeinde Teil dieses Projekts – ist in erster Linie der Verdienst vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger. Sie setzten sich seit den Anfängen in den späten 70er Jahren dafür ein, dass die Partnerschaft überhaupt zustande kam, dass sie sich entwickelte und schon schnell Früchte trug und dass sie bis heute anhält.

Bemühungen und Anfänge

Warum Luzy? Die Suche nach einer passenden Partnerstadt war sorgfältig und zog sich daher über mehrere Jahre.

Ein erstes Interesse an einer Partnerstadt wurde 1978 deutlich – nicht etwa, weil die Gemeinde, sondern eine Einzelperson die Initiative ergriff. Emmelshausen war seitdem beim Freundschaftskreis Rheinland-Pfalz – Burgund vorgemerkt. Doch die Suche nach einer vergleichbaren französischen Stadt in dieser Gegend blieb vorerst vergebens.

Erst 1983 begannen die offiziellen Bemühungen, als Ratsmitglied Elmar Gorges das Städtchen Luzy im Juli dieses Jahres vorstellte:

Luzy liegt 125 km südwestlich von Dijon am Rande des Granitmassivs des „Morvan“ – ebenfalls in einem Mittelgebirge. Mit seinen damalig 2.800 Einwohnern war es zwar etwas kleiner als Emmelshausen, hatte jedoch neben den geographischen Ähnlichkeiten eine vergleichbare Infrastruktur sowie ein aktives Vereinsleben (Fußball, Basketball, Handball, Tennis, Judo, Schwimmen, Musikschule, Schule für klassischen Tanz). Auch das Schulwesen war ähnlich wie in Emmelshausen. Bekannt ist das Städtchen für seine Viehzucht einer berühmten weißen Rasse, der Charolais-Rinder.

Kurze Zeit später wurde im Gemeinderat der Antrag gestellt, dieses Angebot aufzugreifen. Bereits jetzt wurde deutlich gemacht, wie wichtig es sei, von Anfang an die Bürger, die Basis, in diese Partnerschaft zu involvieren. „Die Gemeinde muss zwar die Beziehungen anknüpfen, aber Vereine, Schulen und Familien sollen die Partnerschaft mit Leben füllen“, so gibt die Rhein-Hunsrück-Zeitung jener Tage den Antrag wieder.

Nachdem sich alle Parteien positiv für den Antrag aussprachen, konnte einige Wochen später eine Besprechung mit dem Freundschaftskreis in Mainz stattfinden.

Das Ziel war klar: Rechtzeitig zum 50-jährigen Gemeindejubiläum 1985 sollten die Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde unterzeichnen.

Nach einer „Brautschau“ (RHZ vom 06.12.1983), dem Besuch von Bürgermeister Willi Link, Ortsbürgermeister Heinrich Becker, Elmar Gorges vom Volksbildungswerk und Herbert Stoffel vom Verkehrsverein, in Luzy als erste direkte Kontaktaufnahme, verfestigte sich der Glaube an dieses große gemeinsame Projekt.

Bei diesem ersten Treffen fanden einige wichtige Begegnungen statt.

Der Bürgermeister Luzys, Casimir Terzaghi, war zu Kriegszeiten Mitglied der Résistance und setzte sich im Laufe seiner Amtszeit stark für die Entstehung, Entwicklung und Erhaltung der Partnerschaft ein. Eine weitere besonders prägende Begegnung war die mit einem ehemaligen Insasse des Konzentrationslagers Buchenwald.

Er wird in Berichten aus diesem Jahr folgendermaßen zitiert: „Vergessen kann ich das alles zwar nicht. Aber auch ich will alles tun, damit unseren Kindern solches erspart bleibt.“

Ein Emmelshausener wiederrum fand durch die Städtepartnerschaft alte Freunde aus dem Kanton Luzy wieder, wo er einst Kriegsgefangener war.

Große und wichtige Zeichen für die sich entwickelnde Freundschaft: Die Vergangenheit darf nicht vergessen und verschwiegen werden. Doch vor allem durch solche zwischenstaatlichen, vielmehr zwischenmenschlichen Entwicklungen an der Basis, im scheinbar Kleinen, kann Europa friedlich zusammenwachsen und somit verhindert werden, dass es jemals wieder zu Hass und Krieg zwischen den Staaten kommt. 

Auch Bürgermeister Becker sprach davon, „dass wir genug haben von den Reden über ein Europa, das wir sehnlichst erhoffen“. Es sei an der Zeit, dass „wir Bürger Europas“ uns als Nachbarn kennen lernten und das Zusammenleben einübten.

Im Jahr darauf fand ein Gegenbesuch in Emmelshausen statt. Hier wurde die Organisation bereits konkreter. Es ging unter anderem um die Ausgestaltung des Schüleraustauschs, auf den von Anfang an großen Wert gelegt wurde. Laut einem Bericht in der Rhein-Zeitung wunderten sich die Gäste bei ihrem ersten Besuch über das junge Alter Emmelshausens und darüber, dass die Gemeinde – was die Einwohnerzahl anging ja wesentlich größer – noch keine Stadt sei.

Die Unterzeichnung

Im Rahmen der einwöchigen Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der jungen Gemeinde Emmelshausen war es dann endlich soweit. Gekrönt und abgeschlossen wurde die Woche mit dem Besuch von 130 Franzosen und der Unterzeichnung der Urkunden durch die Bürgermeister Casimir Terzaghi und Heinrich Becker. Die RHZ schrieb über diese Feier: „Ein Bild von Harmonie und Freundschaft: Musiker in blauen Monturen aus dem Nachbarland Frankreich spielen, dirigiert von dem deutschen Bürgermeister, die Nationalhymne des einstigen „Erbfeindes“ – der Emmelshausener Musikverein intoniert die Marseillaise unter dem Stab der Franzosen.“

Beide Bürgermeister sprachen an diesem Tag die Hoffnung auf dauerhaften Frieden aus. Heinrich Becker dazu: „Heute geht unser Blick in die Zukunft über Grenzen hinweg.“

Ein Jahr später feierte dann auch die französische Partnerstadt mit einer noch aufwendigeren Feier als in Emmelshausen. 120 Emmelshausener, darunter auch der Musikverein, nahmen die 700 Kilometer in Kauf, um an dem Spektakel teilzunehmen, zu dem in der RHZ folgendes stand:

„Ein Fackelzug mit vielen bunten Lampions und Pechfackeln, den Musikkapellen aus Emmelshausen und Luzy und unzählige Menschen zog frohgestimmt durch die Hauptstraße der Stadt. So etwas hatte Luzy vor 14 Jahren zum letzten Mal erlebt, als der französische Staatspräsident dort zu Gast war.“

Die Urkunde im Wortlaut:

„Wir, Casimir Terzaghi, Bürgermeister der Stadt Luzy, Department Nièvre (Burgund),

Heinrich Becker, Bürgermeister der Gemeinde Emmelshausen, Rheinland-Pfalz,

erklären feierlich im Namen unserer Mitbürger und der Gemeindevertretungen von Luzy und Emmelshausen unseren Willen, freundschaftliche Beziehungen zueinander anzuknüpfen und zu unterhalten.

Wir bekunden durch diesen feierlichen Beschluss unseren Willen, einen wirksamen Beitrag für die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland zu leisten und alles zu tun, dass die Bürger unserer Gemeinden sich kennenlernen und besser verstehen.

Dabei gelten unsere Bemühungen in erster Linie der Begegnung der Jugend. Wir hoffen, dass wir den Interessen unserer Völker und unserer gemeinsamen europäischen Aufgabe auf diese Weise gerecht werden und unseren Beitrag zur Erhaltung des Friedens leisten.“

Seitdem wird in regelmäßigen Abständen die Partnerschaft in gebührendem Rahmen gefeiert, nicht zuletzt auch, damit die inzwischen guten deutsch-französischen Beziehungen im Bewusstsein der Bevölkerung bleiben. So begrüßte der damalige Bürgermeister Hans-Günther Thielen im Mai 1995 eine große Besuchergruppe aus Luzy. Zum 15-jährigen Bestehen 2000 fuhr eine Delegation des Gemeinderats und weiterer Bürger mit Ortsbürgermeister Norbert Monnerjahn nach Burgund zum damaligen Bürgermeister Luzys, Marcel Joyeux und lernte für ein Wochenende die große Gastfreundschaft der Franzosen kennen.

Das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft wurde gemeinsam anlässlich der Emmelshausener Kirmes im Juli 2005 im Festzelt gefeiert. Der heutige Bürgermeister Jean Louis Rollot wurde vertreten durch die Beigeordnete Jocelyne Guérin, die mit einer größeren Besuchergruppe der Einladung gefolgt war.

Schüleraustausch

Barrieren zu überwinden, eine neue Sprache zu lernen – damit haben Kinder und Jugendliche selten Schwierigkeiten. Deswegen war von Anfang an klar: Die Partnerschaft soll auf den wichtigsten und gleichzeitig stärksten Säulen erbaut werden, die es überhaupt gibt. Gerade auch was die Vergangenheit angeht, sind Kinder unbeeinflusst von negativen Ereignissen, von den Feindschaften während des Krieges und in ihrem Handeln freier, neugieriger und ohne jegliche Vorurteile.

Eine Freundschaft zwischen der Realschule Emmelshausen und einer Schule in Dijon bestand bereits. Diese sollte auch laut Meinung von Schule und der Gemeinde nicht unterbrochen werden. Deswegen war es an der Ortsgemeinde, den Schüleraustausch mit Luzy zu organisieren.

Der erste Austausch fand im April 1985 statt, also schon vor der offiziellen Urkundenunterzeichnung. 

Hier fuhren Jugendliche verschiedener Schulen zum ersten Besuch an das Collège Antony Duvivier.

Doch auf Dauer konnte die Gemeinde nicht Hauptorganisator des Austauschs sein. Eine Schule musste her. Die Hauptschule Emmelshausen machte den entscheidenden Schritt und organisierte fortan die jährlichen Besuche.

Vor einigen Jahren wurde der Austausch allerdings doch noch auf die Realschule ausgedehnt und außerdem versucht, auch den Kleinsten die Partnerstadt näher zu bringen. Schon in der Grundschule kann Französisch gelernt werden und die Schüler schicken einander Zeichnungen, Bilder und Videos.

Vereine, Sonstiges

Auch wenn die gegenseitigen Besuche der Schulklassen besonders prägend und wichtig in der 25-jährigen Freundschaft zwischen Luzy und Emmelshausen waren, so trugen auch viele weitere Vereine und Gruppen ihren Teil dazu bei, diese Partnerschaft zu verfestigen.

Ob die Freiwillige Feuerwehr, der Orgelbauverein, Sprachschüler, Fußballvereine, Künstler  oder Musiker vom Musikverein, dem Mandolinen – und Blasorchester Rheinhöhe aus Karbach oder „Liedo“ – sie alle knüpften in den letzten Jahren enge Kontakte zu den Kollegen aus Frankreich, aus denen inzwischen Freunde geworden sind.

Besonders erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Historikergruppe aus Luzy, die es sich zur Aufgabe machte, nicht nur die eigenen Spuren zu erforschen, sondern die sich auch verstärkt mit den Beziehungen zwischen Deutschen und Franzosen im Zweiten Weltkrieg beschäftigte. Ihre Studien ergaben, dass die Feindschaft zwischen  den Staaten, keinesfalls jedoch zwischen den Bürgern bestand. Indem sie aufzeigten, wie human beispielsweise die gegenseitige Behandlung von Kriegsgefangenen war, steuerten sie einen weiteren wichtigen Teil für die gegenseitige Volksverständigung zu.

Doch auch fernab jeglicher Vereinsbindung war die Neugier an der Partnerschaftsgemeinde groß. Aus Neugier wurde Freundschaft und diese Freundschaft besteht zum großen Teil bis heute.

Langezeit bestand in Emmelshausen ein sogenanntes Partnerschaftskomitee, welches vom Gemeinderat benannt wurde. Doch, spätestens in den letzten fünf Jahren wurde deutlich: Eine Beschränkung der Partnerschaft auf die Ortsgemeinde war nicht mehr länger möglich. Nicht nur einzelne engagierte Familien, auch beispielsweise das Mandolinen- und Blasorchester Rheinhöhe aus der ganzen Verbandsgemeinde schlossen Freundschaften. Also entschied  man sich 2007 einen Verein zu gründen. Ein solcher bestand in Luzy bereits seit Längerem. Durch diesen sollte die Verantwortung der Gemeinde zwar nicht beeinträchtigt werden, gleichzeitig konnte jedoch deutlicher gemacht werden, dass die Verbindung längst über die Ortsgrenzen hinaus bestand.

Am 29.11.2007 war es dann soweit: Im Alten Bahnhof fand die Vereinsgründung statt. Vorsitzender ist bis heute Winfried Gerharz. Außerdem besteht der Vorstand aus Rosemarie Kraus, Edeltraud Surmann, Franz-Josef Möwis, Udo Voell, Hans-Joachim Schäfer, Andreas Heß, Paul-Heinz Surmann, Norbert Monnerjahn in seiner Funktion als Bürgermeister sowie Christoph Bretz als Beauftragter der Verbandsgemeinde.

Um den beiden Bürgermeistern, die in den Anfangsjahren der Partnerschaft so engagiert und aktiv geholfen haben, Beziehungen aufzubauen und zu verfestigen, ein Denkmal zu setzen, wurde Ende 2009 in Lucy eine Gedenktafel errichtet.

Frau Terzaghi enthüllte diese am 19. Dezember am Rathaus von Lucy. In Stein gemeißelt steht dort:

„Hier wurde am 7. Juli 1985 die Partnerschaftsurkunde von den Bürgermeistern Casimir Terzaghi und Heinrich Becker unterzeichnet.“

Sie soll die vorrauschauende Politik der beiden inzwischen verstorbenen Männer in Erinnerung wahren und ein Zeichen sein für die Vereinigung Europas zu einer friedlichen und freundschaftlichen Gemeinschaft. Einer Vereinigung, die sich aufbaut und lebt von den Bemühungen der Basis, der Städten und Gemeinden, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Vorurteile abzubauen, Freundschaften zu knüpfen, Grenzen zu überwinden.