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Grußwort Norbert Monnerjahn

Bürgermeister der Ortsgemeinde Emmelshausen

Am 01. Juli 1935 war die Geburtsstunde unserer Gemeinde Emmelshausen.
75 Jahre später wird ihr das Recht zuerkannt, sich Stadt nennen zu dürfen. Wenngleich damit heute keine besonderen Rechte oder Pflichten mehr verbunden sind, so geht ein vielerseits gehegter Wunsch in Erfüllung.

Unsere Kommune erfährt damit eine besondere öffentliche Anerkennung für das, was - gemessen an dem Alter anderer Kommunen - in kurzer Zeit von den Bürgern, Gewerbetreibenden und den verantwortlichen Kommunalvertretern geleistet wurde.

Mit einer kaum vergleichbaren Schnelligkeit und Dynamik hat sich unsere Gemeinde entwickelt: von der Keimzelle um die damalige Bahnhofssiedlung Halsenbach mit den früheren Dörfern Basselscheid und Liesenfeld zu dem zentralen Ort im vorderen Hunsrück.

In den Anfangsjahren galt das Augenmerk dem Finden zueinander und dem Zusammenwachsen. Dabei waren die ein oder anderen Be- und Empfindlichkeiten auszuräumen. In der Folge wurde die Energie auf die Entwicklung einer in vielerlei Hinsicht lebenswerten und zukunftsfähigen Gemeinde gerichtet. Etliche Quellen geben hierüber Auskunft.

Viele Bürgerinnen und Bürger, die die Entwicklung von den Anfängen bis heute begleiteten und teilweise verantwortlich mitgestaltet haben, können die diesjährigen Feierlichkeiten miterleben. Dies ist sehr selten.
Wir können alle sehr stolz auf das Erreichte sein. Sowohl die Alteingesessenen als auch die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die im Laufe der Jahrzehnte ihre Heimat bei uns gefunden und ihre Arbeitskraft, ihre Ideen und ihr Engagement mit eingebracht haben, konnten zu dieser guten Entwicklung beitragen.

Ich wünsche mir nun, dass wir die großen Herausforderungen bestehen und unsere künftige, kleine Stadt zukunftsfest machen. Wir wollen der schnelllebigen, globalen Welt, in der so Vieles relativ geworden ist, mit ihren vielen Einflüssen gewachsen sein und dabei die gute kommunale Nachbarschaft nicht vernachlässigen.

Mit der Grundhaltung des Bewahrens von Werten und Traditionen, mit dem Fleiß und der Schaffenskraft sowie dem Ideenreichtum der Menschen wird unsere kleine Stadt ihren weiteren Weg in eine gute Zukunft machen. Der Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt uns: Die Stärke der Kommune und der Region wird von dem Maß des Zusammenhaltens und der Einigkeit in den zentralen Belangen abhängen.

Allen, die in den 75 Jahren an der Entwicklung und dem Werden der Gemeinde, an welcher Stelle und Position auch immer, mitgewirkt haben, danke ich für diese Leistungen ganz herzlich.
Ich heiße alle Bürgerinnen und Bürger - besonders die Ehemaligen und Gäste - zu unseren Feierlichkeiten im Rahmen der Stadtrechteverleihung und des Jubiläumsgeburtstages ganz herzlich willkommen.  Allen Besuchern wünsche ich viel Freude und Frohsinn und uns allen ein gutes Gelingen.
Schließen darf ich mit dem Wunsch unserer verstorbenen Heimatschriftstellerin Eva Maria Sirowatka. Sie formulierte schon zum 50. Geburtstag der Gemeinde, für mich persönlich damals wie heute gleichermaßen treffend:

„Wachse und gedeihe weiter, liebes Emmelshausen, aber werde nicht allzu groß und bewahre Dir Dein Gesicht als nunmehr seit Jahren über die Grenzen des Landes Rheinland-Pfalz bekannt gewordener Luftkurort. Dass der Nachbar weiterhin ein guter Nachbar bleibt, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen bestehen bleiben, die Toleranz nicht nur ein Wort ist und dass trotz allen Strebens nach materiellen Dingen die Ideale nicht aussterben“.

Ihr
Norbert Monnerjahn


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